Elch / Elchwild

Das größte, landlebende Wildtier in Europa ist der Elch. Das Elchwild lebt in Nordeuropa und die männlichen Elche haben ein besonders imposantes, weit ausladendes Schaufelgeweih.

Fakten zum Elch

Gewicht: ♂ bis zu 500 kg, ♀ bis zu 350 kg
Kopf-Rumpf-Länge: ♂ 300 cm ♀ 240 cm
Schulterhöhe: ♂ 220 cm ♀? cm
Lebenserwartung: älter als 20 Jahre
Paarungszeit: September bis November
Tragzeit: etwa 36 Wochen,  1-2 Kälber

Wissenschaftlicher Name: Alces alces
Englisch: Elk
Niederländisch: Eland

Merkmale vom Elchwild

Der Elch ist das größte in Europa vorkommende Landtier. Er hat auffallend lange Beine. Sein Rückenlinie fällt nach hinten sehr stark ab. Das Fell vom Körper ist dunkelbraun gefärbt. Er hat häufig eine hellere Schnauzenspitze. Die Ohren sind auffällig groß. Der Spiegel des Elchs ist ebenfalls heller gefärbt. Besonders unterscheidet sich der große Kopf mit den auffällig hängenden Lippen von den anderen Hirschen. Das Elchwild hat besonders breite Hufen um in seinem Lebensraum wie Sumpf und beschneite Tundra voran zu kommen. Der Schwanz ist im Vergleich zur allgemeinen Größe sehr unscheinbar.

Das Geweih vom Elch

Der männliche Elch kann ein sehr ausladendes Schaufelgeweih ausbilden. Die Schaufeln können sich ab dem dritten Jahr bilden. Doch nicht alle Elche bilden solch  ein imposantes Schaufelgeweih aus. Es gibt auch viele Elche die ihr ganzes Leben ein  Stangengeweih bilden. Das Geweih kann bei den kräftigsten Elchen in seltenen Fällen bis zu 50 kg wiegen. Dies ist aber eher bei den kanadischen Elchen beobachtet worden. Die Spanne der Geweihende kann bis zu 2 Metern betragen.

Lebensweise und Ernährung vom Elchwild

Im Vergleich zu unseren heimischen Wildarten zählt das Elchwild eher als einzelgängerisch. Meist leben die Elche einzeln. Im Herbst bis Ende des Jahres bilden Elche manchmal Kleinstrudel bestehend aus einem Männchen, einem Weibchen und einem Kalb. Elche leben sehr gerne am Wasser und schwimmen auch gern. Das Suhlen ist beim Elchwild allerdings eher selten zu beobachten. Elche gelten als ausgezeichnete Schwimmer. Je nach Vorkommen unternehmen Elche auch längere Wanderungen um sich Sommer-und Wintereinstände zu suchen. Elche lieben Blätter, Zweige und Rinden. Gerne werden auch Wasserpflanzen und Kräuter genommen.

Elch: Fortpflanzung und Aufzucht

Die Brunft des Elches im September bis November  ist eher vergleichbar mit dem Rehwild. Es bilden sich meist nur kleine Brunftrudel mit höchstens drei Tieren. Trifft ein kapitaler Elch auf einen mächtigen Konkurenten können heftige Kämpfe stattfinden, die sogar tödlich enden können. In der Brunftzeit können Elche sogar dem Menschen gefährlich werden, den sie heftig angreifen. Die Kälber werden Ende April bis Mai geboren. Normalerweise wird ein Kalb, manchmal auch zwei Kälber geboren. Sie werden von der Mutter bis in den Winter hinein gesäugt.

Lebensraum des Elchs

Elchwild gilt als Kulturflüchter, es meidet die Nähe zu menschlichen Ansiedlungen. Elche mögen als Lebensraum große Waldgebiete und Moore. Ebenso beliebt sind Seen und Flusslandschaften mit einem hohen Weichholzanteil, also Nadelpflanzen, Pappeln, Linden und Weiden an den  Uferständen.

Vorkommen vom Elchwild

Früher waren Elche auch in Norddeutschland durchaus verbreitet. Heute kommen vereinzelt Elche im nördlichen Ostdeutschland vor. Die normalen Verbreitungsgebiete umfassen Polen, Teile Rußland, Norwegen, Schweden und Finland. In Kanada und Alaska gibt es auch zahlreiche Vorkommen. Die kanadische Elche sind zum Teil noch kräftiger als die Nordeuropäischen Vertreter.

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